Toy Symphony präsentiert vom Sutherland Pavilion
Überblick
Roland Henning leidet unter einer Schreibblockade. Anders als in Michael Gows früherem Stück „Furious“, in dem er kreative Qualen durchlebte, ist er wie gelähmt, gefangen von der größten Angst eines jeden Künstlers: der Unfähigkeit, den Stift in die Hand zu nehmen. Unter der Anleitung seines Therapeuten bewegt sich Roland zwischen Vergangenheit und Gegenwart, lässt prägende Erinnerungen an seine Kindheit in Sutherland Shire Revue passieren und konfrontiert sich mit den Erlebnissen, die ihn an diesen Punkt gebracht haben. In einem seltenen Moment, in dem ein Dramatiker selbst zum Auteur wird, kehrt der in Sutherland geborene Dramatiker Michael Gow zu diesem mit dem Helpmann Award ausgezeichneten Werk zurück, um es erstmals professionell zu inszenieren. Er erobert den Text in den Vororten zurück, die ihn einst prägten – exklusiv zum 50-jährigen Jubiläum des Sutherland Pavilion. Witzig, messerscharf und entwaffnend ehrlich, regt „Toy Symphony“ uns dazu an, zu hinterfragen, was passiert, wenn Ideen sich weigern, Gestalt anzunehmen. Der Schüler, der mit dem perfekten Aufsatz kämpft, der Angestellte, der in einer wichtigen E-Mail nach den richtigen Worten sucht, der Influencer, der von Ideen geplagt wird, die er nicht in Inhalte umsetzen kann. Voller Witz, Zärtlichkeit und scharfsinniger Einsichten fängt das Stück die Frustrationen, Absurditäten und stillen Triumphe der persönlichen Kreativität ein.
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